Schlagwort-Archiv: Rückenmark

Fachartikel: Medizin und Pflege

Als Journalist im Gesundheitsbereich vermittel ich seriöses und fachlich fundiertes Wissen. Dieses schafft meinen Klienten einen Mehrwert,nämlich Kundenkontakte.Im Gesundheitswesen, erleichtert Wissensteilung die Akquise neuer Mitarbeiter mit hohem Fachinteresse. In meinem Wirkungskreis beobachtete ich zum Beispiel die Verdoppelung einer Belegschaft: Von 56 auf 107 Mitarbeiter innerhalb von 6 Monaten.

Erklärungen für Angehörige und Betroffene zum Thema Rückenmarkverletzungen eignen sich für
 
Branchenfremde und Exrperten.
 

Während erstere die Verständlichkeit prüfen können, bleibt letzteren das Urteil über die fachliche Richtigkeit und den Rechercheumfang.
 

  • Übersicht zum Rollstuhlsport
  • Funktion der Blase
  • Spastik bei Rückenmarkverletzten: Vor- und Nachteile
  • Therapie der Spastik bei Rückenmarkverletzten
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    John – Martin Teuschel

     

    (JOMT, Autor, Online – Redakteur, Gesundheitspfleger)

     

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    Leseprobe: Die Funktion der Blase

    Kenntnisse über die gesunde Blasenfunktion sind eine Voraussetzung um zu verstehen, wie Verletzungen und Krankheit zur Harninkontinenz führen. Das ist der Fachbegriff für das unkontrollierte Wasser lassen.
     

    Dafür vereinen sich folgende Funktionen.
     

    Bewusste Blasensteuerung

     
    Als Ventile zur Urinsammlung dienen in der Blase der innere und äußere Blasenschliessmuskel (Blasenhals und Detrusor).
    Letzterer kann bewusst geöffnet und verschlossen werden.
     

    Unbewusste Blasensteuerung

     
    Vom Hirn unabhängig steuert das sakralspinale Zentrum im unteren Rückenmark den Verschluss des inneren Blasenschliessmuskels und die Spannung der Blasenmuskulatur.
    Das sakralspinale Zentrum ist nach seiner Position im unteren Rückenmark, dem Sakralmark benannt und liegt dort in den Segmenten S2-S4 beim Erwachsenen auf Höhe der Brustwirbelkörper BWK 11-12.
     

    Die Blase kann gefährlich viel Urin speichern

     

    Die Urinmengenmessung unserer Blase ermöglicht uns zu spüren wieviel Zeit wir bis zum nächsten Toilettenbesuch noch haben. Spüren wir das der Harn uns drängt, uns vielleicht sogar Schmerzen bereitet, suchen wir schnell eine Toilette auf. So schützt unser Körper unsere Nieren und weitere Organe vor gefährlichem Urindruck und -rückfluss.
     

    Weil es andererseits lebenswichtig in beispielsweise gefährlichen Situationen ist Urin zurückzuhalten, kann die Blase bei Bedarf mehr Urin speichern als gesund für uns ist.
     
    Die Auskünfte über die Urinmenge, die die Notwendigkeit des Wasserlassen bestimmen, gelangen von der Blase zum unteren Rückenmark und werden von diesem sakralspinalem Zentrum durch das Rückenmark an das darüberliegende Gehirn gesendet.
     

    Wasserlassen, wenn es passt

     

    Das Wasserlassen wird, wenn Zeit und Ort zur Blasenentleerung passen, bewusst eingeleitet und kann jederzeit unterbrochen werden.
     
    Die Prozesse, die notwendig sind um die Blase zu entleeren, werden vom Gehirn über die Nerven im Rückenmark an das sakralspinale Zentrum und an den äußeren Schliessmuskel weitergeleitet.
     

    Der äußere Schliessmuskel öffnet sich und zieht durch ein Zugsystem den inneren Blasenmuskel trichterförmig auf. Dies ermöglicht der mechanische Aufbau der Blase und die vom sakralspinalem Zentrum angeregte Spannungsänderung des inneren Blasenmuskels. [1][2][3][4][5][6][7][8]
     

    Harnkontinenz

     

    Beim gesunden Menschen ermöglicht dieser Mechanismus; an dem das Rückenmark, das Gehirn und die Ausscheidungsorgane beteiligt sind; kontrolliertes Wasserlassen, die sogenannte Harnkontinenz.
     

    Harninkontinenz

     

    Ist eine der an diesem komplizierten System beteiligten Körperregionen gestört führt das zur Harninkontinenz oder zum Harnverhalt, dem gefährlichen Ausbleiben der Blasenentleerung.

     



     

    Quellen:

     
    [1] Zäch, G. A. und Koch, H. G. [Hrsg.] ,Paraplegie: Ganzheitliche Rehabilitation, Urologie, Die neuropathische Blase 2006
    [2] Wikipedia, Harnverhalt, https://de.wikipedia.org/wiki/Harnverhaltung, aberfen am 18.03.2012
    [3] Wikipedia, Harnblase, https://de.wikipedia.org/wiki/Harnblase
    [4] MediZinfo, Arzneimittelklassen, Sympathomimetika, http://www.medizinfo.de/arzneimittel/arzneimittelklassen/sympathomimetika.shtml, abgerufen am 18.03.2012
    [5] Nea Urorology, Urodynamik, http://www.uronea.de/taetigkeitsgebiete/harnverlust/ , abgerufen am 19.03.2012
    [6] Internationale Stiftung für Forschung in Paraplegie, Die Funktion des Rückenmarks, http://www.irp-zh.ch/index.php?id=322, abgerufen am 19.03.2012
    [7]Handbuch der topographischen Anatomie, Band 2,Joseph Hyrtl,1871, Mechanik der Harnextraction
    [8] Urologie, Richard Hautmann, 2010

     

    Siehe auch:

     

    [1] Abbildung und Beschreibung des Becken des Mannes:
    American Medical Systems, Das Becken des Manns,
    http://www.americanmedicalsystems.de/gesundheit-fuer-den-mann/das-becken-des-mannes.html, abgerufen am 19.03.2012
    [2] Abbildung und Beschreibung des Becken der Frau: American Medical Systems, Das Becken der Frau, http://www.americanmedicalsystems.de/gesundheit-fuer-die-frau/das-becken-der-frau.html, abgerufen am 19.03.2012
    [3] Abbildung des Rückenmarks in der Wirbelsäule liegend, http://www.irp-zh.ch/typo3temp/pics/6609efe1bf.jpg, abgerufen am 19.03.2012

     

    Wichtige Begriffe:

     

    Miktion, Blasenfunktion, Harndrang, Blasenfüllung, Blasenentleerung, Schutzmechanismus, Urin, Harnverhalt, Fluchtreflex, Sympathikus, Parasympathikus, Sakralmark, Rückenmark, subkortikal, Kontinenz,Inkontinenz,Wasserlassen, sakralspinal, Zentrum, Detrusor

     

    (c) John-Martin Teuschel. Das Lektorat führten Sergej Kamensky und Lale Akszös.

     
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